WerbeBox

Herbstnächtliche Wolken von Gottfried Keller



Herbstnächtliche Wolken

Herbstnächtliche Wolken, sie wanken und ziehn
Gleich fieberisch träumenden Kranken dahin:
Auf Bergwald und Seele die Düsternis ruht,
Ob kalt sie auch Luft und Gedanken durchfliehn.
Klarstrahlend jedoch tritt hervor nun der Mond,
Und weithin die Wolken entschwanken um ihn.
Geh auf auch im Herzen mir, lieblicher Stern,
Dem immer die Schatten noch sanken dahin!

Gottfried Keller (1819 - 1890)



Übersicht aller Herbstgedichte im Blog hier
Übersicht der Beträge zum Thema Herbst hier 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Aufruf

Wenn dir dieser Blog gefällt, würde ich mich über Ihrer Unterstützung und einen kleinen Beitrag zu meiner Arbeit sehr freuen!